Heuer heißt es bereits zum 101. Mal: Heraus zum internationalen Frauenkampftag!
In Salzburg finden folgende Aktionen – organisiert vom ÖH Frauenreferat und dem Frauenkollektiv Sisterresist – statt:
10.00 Uhr Infostand mit Plakate malen in der umgestalteten Geswi (Rudolfskai 42)
16.45 Uhr Demo-Warm-Up im Studio überm Atelier (Elisabethstr. 11)
18.00 Uhr Frauendemo (Treffpunkt Mahnmal beim Hauptbahnhof)
20.00 Uhr Frauenfest im SUB (Müllner Hauptstr. 11b)
Alle Veranstaltungen (außer Infostand) nur für Frauen
Kontakt:
frauen@oeh-salzburg.at
sisterresist@gmx.at
Den Weltfrauentag gibt es nun bereits seit 101 Jahren. Ist es nicht langsam Zeit, sich etwas neues einfallen zu lassen?
Nein, ist es nicht! Frauen werden seit jeher gesellschaftlich diskriminiert. Egal, ob es um die Lohnfrage geht, um die Gläserne Decke oder um strukturelle Benachteiligung, die uns das Patriarchat auferlegt. Es gibt noch viel zu tun, es gibt noch viel zu kämpfen. Lassen wir uns den Frauentag (noch) nicht als Tag zum Feiern schönreden, solange diese Diskriminierungen noch existieren. Erster Schritt: Kommt zur Frauendemo am 8. März in Salzburg!
Was hat es mit dem internationalen Frauentag auf sich?
Der internationale Weltfrauentag wurde erstmals von Clara Zetkin auf der zweiten Internationalen Sozialistischen Weltfrauenkonferenz gefordert. Ein Jahr später wurde er dann zum ersten Mal realisiert. Seit dem wird er jährlich am 8. März begangen.
Hauptforderung des Weltfrauentages war ursprünglich das Frauenwahlrecht, das zu diesem Zeitpunkt in keinem europäischen Land (außer Finnland) gegeben war.
Im Jahre 1918 war es dann so weit: Österreichs Frauen bekamen offiziell das Recht zu wählen.
Im Dritten Reich wurde der Weltfrauentag als sozialistischer Feiertag verboten. Fortan wurde eine Art Muttertag gefeiert, der die „biologische Verpflichtung“ der Frau zum Muttersein betonte.
Nach 1945 gerat der Tag im kapitalistischen Westen ein wenig in Vergessenheit. Im kommunistischen Osten jedoch bekam er den Status eines gesetzlichen Feiertages und wurde mit großem Elan begangen. Ausgerichtet wurde er jedoch auch dort von den politischen Eliten, die größtenteils männlich waren.
Vor ca. 30 Jahren bekam der Weltfrauentag einen Aufschwung. 1977 beschlossen die Vereinten Nationen den Weltfrauentag international anzuerkennen.
Seit dem wird er konsequent am 8. März begangen. Hintergrund sind jeweils aktuelle gesellschaftliche Forderungen, wie Beseitigung von Bildungsungerechtigkeiten, geschlechtergerechte Bezahlung oder Proteste gegen Gewalt an Frauen.
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