21. Februar 2012
19:00bis21:00

Einstweilen wird es Mittag ist ein österreichischerFernsehfilm aus dem Jahr 1988Regie führte Karin Brandauer. Die Darsteller waren unter anderem: Franziska WalserNicolas BriegerJohannes NikolussiStefan SuskeAugust SchmölzerBernd Spitzer und andere.

Der Film beruht auf den Erlebnissen der österreichischen SoziologenMarie JahodaPaul Lazarsfeld und Hans Zeisel sowie deren 1933 veröffentlichter Studie Die Arbeitslosen von Marienthal. Die an derUniversität Wien tätigen Forscher erkunden nach einer Vorbereitungszeit die Situation der Arbeitslosen in der niederösterreichischen Gemeinde Marienthal. Durch Interviews, Tagebuchnotizen, Briefe, statistische Daten etc. ergibt sich ein Bild von der psychologischen Befindlichkeit der Betroffenen. Während der Arbeit an ihrer Studie erleben die Forscher eine Konfrontation ihrer Theorien mit den Erfahrungen der sozialen Realität.

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Der Filmtitel ist ein Zitat aus einem in Die Arbeitslosen von Marienthal abgedruckten Zeitverwendungsbogen (S. 84, Ausgabe Suhrkamp 1975). Diese Bögen wurden von den Forschern an die Arbeitslosen ausgeben, damit sie darin für jede Stunde des Tages ihre jeweiligen Aktivitäten notieren. Einer der Männer trug für die Stunde von 10 bis 11 Uhr den Satz ein „einstweilen wird es Mittag“. Der Satz bringt die verlorengegangene Zeitstruktur der Marienthaler, insbesondere der Männer, und die Leere des alltäglichen Tagesablaufs prägnant auf den Punkt und wird von den Autoren ausführlich kommentiert (S. 85–86).

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