Anarchist Black Cross Soli-Festival im EKH, Wien!
Mehr Infos unter http://www.abc-wien.net/?p=608
Wir schaffen Raum!
12. 4.2013
19:30: KüfA (Küche für Alle)
20:00: Lesung “Topf und Söhne”
Dannach: Failed Suicide Plan – Hardcore
UKB: 5€
13.4.2013
18:00 Küfa
19:00: Film “Squat 69 – 500 Stenkastende Autonome”
Dannach: Konzert mit Bördöm – Crust Punk
und Catholic Guilt – Hardcore Crust Punk
UKB: 5€
Wir sind eine Gruppe von herrschaftsfeindlichen Individuen, die sich zum Ziel gesetzt hat, libertäre Politik und unkommerzielle Kultur im Raum Salzburg zu verbreiten und zusammenzuführen.
Ein respektvoller Umgang miteinander bietet für uns die Basis dazu. Das bedeutet für uns, dass wir auf unseren Shows keine wie auch immer geartete Diskriminierung tolerieren werden. Übergriffiges Verhalten aufgrund von Geschlecht, Sexualität, Herkunft, Aussehen etc. kann zum Ausschluss der Veranstaltung führen. Was als Übergriff zählt, wird einzig und allein von der_den betroffenen Person_en definiert. Solltest du belästigt werden oder unterdrückerischem Verhalten ausgesetzt sein/solches beobachten, melde dich am Infostand – Dort findest du Menschen die dir helfen und dich unterstützen werden – oder tut euch zusammen und werdet selbst aktiv. Denn Anarchie bedeutet für uns nicht, dass es keine Regeln geben sollte, sondern dass wir keinen aufgezwungenen Gesetzen folgen und unser Zusammenleben gemeinsam und im Konsens entscheiden.
Da wir einen antikapitalistischen und unkommerziellen Anspruch haben, gefällt es uns zwar nicht, einen Fixpreis an Eintritt zu nehmen, allerdings werden sämtliche Einnahmen den auftretenden Künstler_innen zugute kommen, um ihre Ausgaben zu decken. Sollten dabei wider Erwarten Überschüsse entstehen, gehen diese in zukünftige Veranstaltungen bzw. (Anti-)Politische Projekte und Antirepressionsarbeit.
Des Weiteren ist es uns wichtig, zu erwähnen, dass es keine Hierarchien zwischen den Künstler_innen, dem Publikum und dem Organisationsteam geben soll. Wir haben alle Verantwortung und tragen gemeinsam zum Gelingen der Veranstaltung bei. Falls du Interesse daran hast, Aufgaben bei kommenden Veranstaltungen zu übernehmen und/oder dich an der Organisation zu beteiligen, melde dich unter sloth-booking@riseup.net.
In diesem Sinne: Für die Soziale Revolution! Für die Anarchie!
KEIN KUSCHELN MIT DER FPÖ
lm Vorfeld der Landtagswahlen am 5. Mai gibt es schon verschiedene Annäherungsversuche der FPÖ an die SPÖ. Strache deutete etwa im Februar an, dass er sich eine Koalition mit der SPÖ nach der Wahl durchaus vorstellen könnte.
Und Gabi Burgstaller erwiderte die Annäherungsversuche auch prompt. Sie schloss zwar eine Koalition aus, eine ,,Kooperation” sei aber durchaus vorstellbar.
Auch wenn Strache seitdem (wohl aus wahltaktischen Gründen) zurückgerudert ist: Die SPÖ darf den Lockrufen der Rechten auf keinen Fall nachgeben. Eine Koalition mit der FPÖ wäre ein Garant für mehr Sozialabbau, Rassismus und einen generellen Ruck nach rechts.
Deswegen: KEINE KOALITION UND AUCH KEINE ZUSAMMENARBEIT MIT DER FPÖ!
Diskutiere mit Mitgliedern verschiedener sozialdemokratischer Oganisationen über das Thema.
WANN: Mittwoch, 3. April 2013, ab 19.00 Uhr
WO: Café SUB, Müllner Hauptstrasse 11, Salzburg
DER „FUNKE“ FREUT SICH AUF EUER KOMMEN UND EINE SPANNENDE DISKUSSION!
31.3.13
Denkmal Salzburg, Nonntalerhauptstr. 1
17:00 – Film
20:00 Konzert – Todeskommando Atomsturm & Dizzy High 3
Es wird mal wieder ein Punk Konzert veranstaltet. Am 31.3.2013 treten im DENKMAL 2 Bands auf:
DIZZY HIGH 3 aus Salzburg und TODESKOMMANDO ATOMSTURM aus München!
Es gibt Musik und Küche für Alle ab 20:00 und ab 17:00 den Film Für eine andere Welt. Für den ganzen Spaß zahlt ihr einen Unkostenbeitrag von 5 € – die Bands brauchen auch ihr Spritgeld.
Essen, Sticker und Pamphlete kriegt ihr gegen freie Spende. Am Infotisch gibts außerdem noch Bücher, Zeitschriften, T-Shirts etc.
Während des Konzerts und der Afterparty gibt’s für Notfälle einen Safer Space, wohin sich Personen zurückziehen können, denen es gerade nicht so gut geht, bzw die sich von irgendwem unangenehm bedrängt oder sonstwie mies behandelt fühlen.
Falls ihr euch von jemandem (sexuell) belästigt fühlt oder beobachtet, dass eine andere Person belästigt wird, meldet auch am Infotisch oder an der Bar und/oder holt eure Freund_innen und werdet selbst aktiv! Wir dulden kein sexistisches, rassistisches, homophobes oder sonstwie beschissenes Verhalten auf unseren Veranstaltungen und haben keinen Bock auf Leute, die andere nicht mit Respekt behandeln. Wir gehen gemeinsam dagegen vor und helfen euch notfalls auch dabei, Arschlöcher rauszuschmeißen. Außerdem steht für solche Fälle jederzeit der Safer Space zur Verfügung.
Falls ihr Lust habt, auch mal Konzerte zu organisieren, oder selbst Musik macht und nach dem nächsten Auftritt sucht, oder wenn ihr uns einfach sympathisch findet, könnt ihr euch auch bei uns melden. Fragt am Infotisch oder schreibt uns einfach eine email an sloth-booking(at)riseup.net
Mehr Informationen über uns und unsere nächsten Projekte findet ihr bald auf unserem blog.
Bis dann, alles Liebe
Sloth Booking Team
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FRAUENBRUNCH: 10.00-15.00 Uhr, @KHG, Wr.-Philharmonikergasse 2
FRAUENDEMO: 17:00 Uhr, Ulrike Gschwandtner Straße/ vor Arge Kultur
FRAUENFEST: DJANE CUPERSUL – MASH UP TRASH DISCO! 20:00 @Hosi, Gabelsbergerstrasse 26
Am 8. März gehört die Stadt den Frauen – selbstbestimmt, lautstark und zahlreich!
Heuer findet zum 4. Mal eine Frauen_demo in Salzburg statt. Diese findet am Abend des 8. März statt, denn wir wollen öffentlich zeigen: Wir Frauen müssen uns auch in der Nacht nicht verstecken! Denn nur allzu oft wird uns gerade im Zusammenhang mit VerGEWALTigungen suggeriert , Frauen hä tten in der Dunkelheit nichts zu suchen. Wir sind aber der Meinung, daß die Gesellschaft endlich lernen muss, dass schlicht niemand das Recht hat, über einen anderen Menschen gewaltvoll zu bestimmen! Wir wollen keine zusätzlichen Strassenlaternen, wir wollen dass Frauen sich frei bewegen können, ohne sich bedroht zu fühlen. Aus diesem Grund finden wir es auch wichtig, daß an dieser Demo nur Frauen_Lesben_Trans_Intersex teil nehmen. Wir wollen uns selber den Raum nehmen der uns zusteht und unsere vielfältigen Forderungen sichtbar und hörbar, nach außen tragen.
Deshalb wünschen wir uns für dieses Jahr eine breite Beteiligung von verschiedenen feministischen Frauengruppen/-organisationen und engagierten/interssierten Individuen.
Nutzen wir unsere unterschiedlichen Ansätze, und treten wir gemeinsam stark auf!
Für eine solidarische, selbstbestimmte und strukturell gerechte Gesellschaft!
Männerrechtler und ihre Verbündeten behaupten, das die Gleichstellung der Geschlechter längst erreicht sei. Sie deuten Männer kollektiv zu Opfern um und erklären dem Feminismus, der „männerfeindlichen Einheitsideologie“, den Kampf. Sie treten für ein biologistisch begründetes Vorrecht von Männern und die uneingeschränkte Verfügungsgewalt über Frauen* und ihre Körper ein. Sie veröffentlichen die Adressen von Frauenhäusern, die als Schutzraum dienen sollen, auf ihren Blogs, wollen das Frauenwahlrecht rückgängig machen und Vergewaltigung am liebsten aus dem Strafrecht löschen. Vertreter der sogenannten Väterrechtsszene in Österreich, wurden rechtskräftig verurteilt, wegen schwerer Drohung, Stalking und anderen Delikten. Die Forderung dieser Gruppierungen nach „automatischer gemeinsamer Obsorge“ fand trotz Prostesten von feministischer Seite, teilweise Eingang in die Neuregelung des Familienrechtspaketes. Es reicht nun aus biologischer Vater zu sein, um sich einmischen zu können, von Betreuungspflichten oder Väterkarenz keine Spur. Sexualisierte Gewalt gegen Frauen, wird von diesen rechtskonservativen bis rechtsextremen Kreisen, als Diffamierungsstrategie im Kampf ums Sorgerecht dargestellt, die betroffenen Frauen als Lügnerinnen denunziert. Sieht man den Tatsachen ins Auge, ist der gewaltsame Umgang mit Frauen* und Mädchen weit über diese Gruppierungen hinaus, gesellschaftlicher Standard. Laut einer UN Woman Studie von 2011, waren 6 von 10 Frauen* im Laufe ihres Lebens, bereits einmal sexualisierter Gewalt ausgesetzt. Betroffene werden in ihrem Umfeld als mitverantwortlich gesehen, die Taten bezweifelt oder verharmlost, insbesondere wenn eine Solidarisierung mit dem Täter möglich ist. Frauen* sind ständig sexuellen Anspielungen bis hin zu Übergriffen ausgesetzt, werden wie Objekte behandelt und dargestellt. Eine Vergewaltigungskultur verharmlost die Gewalterfahrungen von Frauen* und zeigt sich in der Verneinung ihrer körperlichen Selbstbestimmung und Integrität.
Neben den Väterrechtlern, gibt es einige andere Gruppen, welche anti-emanzipatorische Ideologien verfolgen. Eine davon ist HLI (Human Life International) eine religiöse, rechte Organisation, die international im Auftrag der katholischen Kirche, Frauen terrorisiert. Diese sogenannten „Lebensschützer“ rufen zum Schutz von Zellhaufen und dem Erhalt der heteronormativen Kernfamilie auf. Sie bedrohen Frauen, die sich für einen Abbruch entschieden haben und ÄrztInnen, die diese durchführen. Derzeit führen sie ein EU-weites Volksbegehren gegen legalen Schwangerschaftsabbruch durch. Abtreibungsverbote sind wie Zwangssterilisationen, Gebärverbote und Reproduktionstechnologien, Mittel der Bevölkerungspolitik und ein zentraler Bestandteil der
Frauenunterdrückung. Frauen sterben an den Folgen von unsachgemäßen Abtreibungen oder weil ihnen eine solche, selbst in medizinischen Notsituationen aus moralischen oder religiösen Günden verweigert wird. In Österreich ist Abtreibung lediglich straffrei, nicht aber vollständig legalisiert, der Paragraph wurde bis heute nicht aus dem Strafrecht entfernt!
Wir sind gegen den gesellschaftlichen Konsens einer sozialen Ungleichheit, welcher die Diskriminierung von Menschen aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Herkunft, ihrer sexuellen Orientierung oder anderer imaginierter Unterschiede, ermöglicht.
Wir sind für eine herrschaftslose Gesellschaft!!
Unsere Kontaktadressen findet ihr unter:
http://sisterresist.wordpress.com, www.oeh-salzburg.at und http://www.hosi.or.at/
Freitag, 1.2.
18:00
Europaplatz, Wien

Nein, wir lieben dieses Land und seine Leute nicht!
Aufruf zur antinationalen Demonstration gegen den Wiener Akademikerball
„WKR-Ball? FPÖ-Ball? Akademikerball?“ Mit dieser Überschrift beginnt der offene Brief von Herwig Götschober, in der er die Anmeldung des Wiener Akademikerballs durch die FPÖ gegenüber internen Kritiker_innen aus den eigenen Reihen verteidigt. Götschober ist freiheitlicher Bezirksrat in Wien-Leopoldstadt und Burschenschafter der Bruna Sudetia. Und tatsächlich stiftet der Namenswechsel des Korporiertenballs zum Ende des Wintersemesters Verwirrung. Denn nach jahrelangen Protesten gegen das rechtsextreme Treiben in der Hofburg schien es, als würde der antifaschistische Aktionismus 2012 Früchte tragen. Nachdem der Ball am Jahrestag der Auschwitzbefreiung stattfand, kündigte die Betreiber_innengesellschaft der Hofburg an, aufgrund der „politischen und medialen Dimension, welche die Abhaltung des WKR-Balles in den letzten Jahren angenommen hat […] für den Korporationsball nach der Ballsaison 2012 nicht mehr als Veranstaltungsstätte zur Verfügung zu stehen.“ Doch die Freude über die erfolgreiche Intervention währte nur kurz. Anfang März verkündete die FPÖ, den Wiener Akademikerball anstelle des WKR-Balls ausrichten zu wollen.
Dass es sich beim Akademikerball um das gleiche Event mit neuem Namen handelt, verbergen die Veranstalter keineswegs. Die Adresse wkr-ball.at führt automatisch zum Wiener Akademikerball und der WKR-Ballausschuss lädt zum neuen Event mit den Worten: „Der Wiener Akademikerball ist ein Ball von Korporierten für Korporierte.“ Und das, obwohl es doch offiziell eine FPÖ-Veranstaltung ist… Als hätte es in der Vergangenheit nicht schon genug stichhaltige Beweise für die enge Verstrickung von deutschnationalen Verbindungen und freiheitlicher Partei gegeben, liefert die FPÖ nun einen weiteren Beleg. Auf die eingangs zitierte Frage ließe sich somit antworten: WKR-Ball = FPÖ-Ball = Akademikerball.
Männlichkeit, Elitedenken und Vergangenheitspolitik in (Zeiten) der Krise
Auf den ersten Blick wirkt dieser ganze Kapperlverein ja reichlich irrelevant: ein Verein von Männern, die um die Wette saufen, sich gegenseitig das Gesicht aufschlitzen und im Vollrausch über Großdeutschland, ihre Großväter und Ehre, Freiheit, Vaterland sinieren. Absolut überholt und unspannend sollte mensch meinen. Doch so unattraktiv diese ganze Männerbündelei auch wirken mag, es gibt nach wie vor Schüler und Maturanten, die sich auf genau das einlassen. Und zwar weil sie sich – vor allem in Zeiten der Krise – etwas davon versprechen.
In einer nach wie vor patriarchal geprägten Gesellschaft wird auf heranwachsende Burschen Druck ausgeübt, dass sie gewissen Männlichkeitsbildern entsprechen. Eigenschaften wie Stärke, (Helden-)Mut, Selbstbeherrschung, Zielstrebigkeit und Hartnäckigkeit werden bis heute von jungen Männern erwartet. Natürlich haben sich in den letzten Jahrzehnten einige dieser Merkmale transformiert. In einer Vielzahl an Familien und Freundeskreisen werden diese Werte aber ungebrochen hochgehalten. Ein positiver Bezug auf und eine Identifikation mit diesen Eigenschaften ist die Folge. Eine übersteigerte Männlichkeit wird von vielen Burschen nicht als unangemessen, sondern im Gegenteil als erstrebenswert angesehen. Sie drängen daher danach, dieses männlich-heteronormative Verhalten möglichst umfassend zu verinnerlichen und auszuleben. Frauen* und „unmännliche“ Männer haben in diesem Denken keinen Platz. Sie „verkörpern“ (im wahrsten Sinne des Wortes) das genaue Gegenteil von dem, was die männlichkeitsaffinen Burschen anzieht. Der weibliche Körper gilt ihnen als defizitär und schwach, weswegen Frauen* auch nicht als wehrfähig erachtet werden. Ebenso werden Frauen* charakterlich als Gegenstück zum Mann gesehen. Gilt es als männlich mutig, beherrscht, ausdauernd und rational zu sein, werden Frauen* als vorsichtig, gefühlsgeleitet, wankelmütig und irrational beschrieben. Die führt dazu, dass alles, was auf diese Burschen „weiblich“ wirkt, wertlos und zweitklassig erscheint. Eine Ab- und Entwertung von Frauen* und allem „Nichtmännlichen“ ist die Folge. Burschenschaften machen an diesem Punkt ein Angebot für Jungen auf dem Weg zur Mannwerdung: Sie bieten Männlichkeit im Übermaß an. Besonders für Burschen auf der Suche nach Identität, mit einem noch wenig ausgeprägtem Selbstbild ist dies verlockend. Hier wird Kameradschaft und (Männer-)Freundschaft fürs Leben versprochen und eigene Schwächen und Unsicherheiten können durch abwertendes Verhalten gegenüber Frauen*, den ehrenhaften Zweikampf (Mann gegen Mann) und übersteigerte Präpotenz kaschiert und überkompensiert werden. Die Mensur stellt in diesem Sinne die vollendete „Mannwerdung“ eines Burschen dar.
Weiters werben Studentenverbindungen damit Eliteschmieden zu sein. Und wer möchte in Zeiten von Wirtschaftskrise, Sozialabbau und verstärkter Konkurrenz am Arbeitsmarkt nicht zu einer privilegierten Elite gehören? Die allgemeine Verunsicherung um den eigenen Lebensunterhalt und die Angst vor dem sozialen Abstieg trifft junge Generationen heute mehr denn je. Auch hier machen Korporationen ein Angebot: Die Alten Herren der Verbindungen sitzen prominent in Politik, Wirtschaft und Justiz und üben gehörigen Einfluss auf die Gestaltung der österreichischen Gesellschaft aus. Seilschaften und Beziehungen sind bekanntermaßen feste Bestandteile des korporierten Lebens. Ein Job nach der Uni scheint da so gut wie sicher. Außerdem wird einem das Gefühl vermittelt „was zu sein“, und zwar etwas besseres. Das wirkt in Zeiten der kollektiven Entwertung beruhigend auf die verunsicherte Seele und entlastet zudem das Gewissen von sozialer Verantwortung und Mitgefühl. Man(n) hält sich für Elite und pflegt den Sozialchauvinismus. Denn Elite kann es nur dort geben, wo es auch „den Pöbel“ gibt. Und je mehr sich eine Gruppe als gesellschaftliche Avantgarde sieht, umso chauvinistischer muss sie das gegenüber denjenigen beweisen, die in ihren Augen nicht dazu gehören. Dass die elitäre Burschengesellschaft nichts mit niederen sozialen Schichten zu tun haben will, wird im eingangs erwähnten Brief von Götschober deutlich, wenn er verspricht, der Wiener Akademikerball werde – im Gegensatz zu gängigen FPÖ-Events – keine Veranstaltung „wo der Gemeindebauprolet auftanzen wird“ .
Auch für den ungewissen und ängstlichen Blick in die Zukunft haben die Korporationen eine Lösung parat: die Vergangenheit – vorzugsweise die zwischen 1938 und ’45. Natürlich dürfen sie das heutzutage nicht mehr so offen sagen, wie sie es gerne täten. Deswegen heißt Großdeutschland nun „der deutsche Sprach- und Kulturraum“, der Ariernachweis wird ersetzt durch eine Auswahl nach „populationsgenetischer Gruppierung“ und die strafrechtlich verbotene Leugnung der Shoah wird zum Kampf für „Meinungsfreiheit“ umgedeutet. Die geänderten Begriffe dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass der großdeutsche Geist in den Verbindungen weiterspukt und weiterhin als primärer politischer Orientierungspunkt dient. So verwundert es nicht, dass de facto jeder namhafte Neonazikader der zweiten Republik in Verbindungen war und rechtsextreme Morde nach 1945 einen auffällig hohen „Korporationshintergrund“ hatten.
Burschenschaften bieten also in einer turbulenten Zeit von kapitalistischer Krise und verschärfter Konkurrenz jungen Männern mit mangelnd ausgebildeten Charakterstrukturen etwas an, das ihnen fehlt: nämlich Identität und Orientierung. Diese Identität ist männlich, elitär und deutsch. Die Kehrseite dieser Identität sind Ausgrenzung und (strukturelle) Gewalt gegen diejenigen, die dem nicht entsprechen, das heißt: gegen Frauen, Homo- und Transsexuelle, sozial Benachteiligte, Migrant_inen und Jüd_innen. Damit sind Burschenschafter die Spitze eines reaktionären Eisberges im Umgang mit verschärften Krisenkonstellationen. Sexismus, Elitarismus/Sozialchauvinismus und das Rückbesinnen auf „die gute alte Zeit (des NS)“ sind gängige Muster in der zugespitzten Konkurrenz – nicht nur am rechten Rand, sondern gerade aus der bürgerlichen Gesellschaft heraus. Im Verteidigungskampf um bestehende Privilegien und das bisschen angesparten Wohlstand beruft sich das bürgerliche Subjekt verzweifelt auf eine Identität, die ihm Status, Arbeit und Geld erhalten soll. Und so tönt es nicht nur im korporierten Milieu: Als erstes mögen doch bitte Frauen vom Arbeitsmarkt an den Herd verschwinden oder lieber Teilzeit statt Vollzeit arbeiten, das gesellschaftliche Vermögen solle nicht an „Sozialschmarotzer_innen“ verprasst werden und in puncto Beschäftigungspolitik gab es doch schon mal eine Zeit als Massenarbeitslosigkeit – u.a. durch den Bau von Autobahnen – effektiv bekämpft wurde. Dies sind Statements aus der Mitte der Gesellschaft. Die deutschnationalen Verbindungsbrüder spitzen dieses massenhaft verankerte Denken nur in besonderer Weise zu.
Ob völkisch oder kulturalistisch: Rassismus tötet!
Ein weiteres Merkmal, das sich bis heute in rechtsextremen Verbindungen finden lässt, ist Rassismus. Historisch vertraten deutschnationale Burschenschaften einen Rassismus, der „Rasse“ aus der Biologie des Menschen heraus definierte. Nach den Greueltaten des NS konnte an diese Inhalte nicht mehr nahtlos angeknüpft werden. Zu barbarisch waren die rassistischen und antisemitischen Exzesse der Nazis. In den letzten Jahrzehnten wandelte sich daher der Rassismus unter Federführung der – überwiegend aus dem studentischen Milieu stammenden – Neuen Rechten. Die Neue Rechte etablierte die Konzepte des Ethnopluralismus und des kulturellen Rassismus und sie entkoppelten damit oberflächlich Nationalismus und Rassismus vom völkischen Biologismus. Statt Blut-und-Boden-Ideologie werden nun Ethnien mit angestammten und natürlichen Territorien propagiert. Statt einer Rassezugehörigkeit anhand von Genen werden Menschen anhand kultureller Zugehörigkeit kategorisiert. Diese ideologische Transformation breitete sich in den vergangenen Jahrzehnten vom rechts-akademischen Spektrum in den Mainstream der Gesellschaft aus. Dort wurden Kulturalismus und Ethnopluralismus von bürgerlichen Alltagsrassist_innen wohlwollend aufgenommen und reproduziert. Die Unverfänglichkeit über Kultur und territoriale Zugehörigkeit zu reden geht schließlich wesentlich einfacher über die Lippen als das alte Nazivokabular von Volk und Rasse. Gemeint ist in den allermeisten Fällen das gleiche. Ging es im „alten“ Rassismus darum, dass es keine Vermischung von „Rassen“ geben sollte, heißt es nun, die Kulturen sollten erhalten und daher nicht vermischt werden. Dachte die Blut-und-Boden-Ideologie den Volkskörper mit einem gewissen „Lebensraum“ zusammen, geht es im Ethnopluralismus darum, Ethnien und Kulturen einem abgesteckten Territorium zuzuordnen. Kultur wird zur zweiten, unveränderlichen Natur der Menschen und argumentiert somit fast identisch wie der biologische Rassismus.
Migration ist dem modernisierten wie dem traditionellen Rassismus ein Dorn im Auge. Nachdem es als common sense gilt, dass gewisse Kulturen feste, unveränderliche Eigenschaften besitzen, folgt daraus für die Alltagsrassist_innen, dass diese mit der hiesigen Kultur unvereinbar sind. Mit anderen Worten: Die „Kulturfremden“ gehören abgeschoben; nicht wegen ihrer Hautfarbe, sondern wegen ihrer kulturellen Andersartigkeit. Der grassierende antimuslimische Rassismus greift z.B. nicht primär biologistische Muster auf, sondern argumentiert kulturalistisch. Jene Migrant_innen, die nicht abgeschoben werden, müssen sich an kulturellen Maßstäben messen lassen. Gilt eine Herkunftskultur als faul oder ungebildet, lässt sich damit ökonomische Ungleichheit einwandfrei legitimieren. Ein schlechter bzw. gar kein Job oder eine geringere Bezahlung sind die Folge. Ursache und Wirkung werden vertauscht. Nicht die Rassist_innen sind Schuld an der Ausgrenzung, sondern die Ausgegrenzten wegen ihrer angeblichen kulturellen Eigenschaften.
Auch die staatliche Migrationspolitik nutzt diese Argumentation. Lagersysteme, Schubhaft und Abschiebungen werden in erster Linie nicht als Maßnahmen staatlicher Herrschaft und Kontrollmechanismen begriffen, sondern als Folge des Verhaltens von Migrant_innen. Abgeschoben wird wegen angeblich grassierendem Asylmissbrauch und kaserniert wird, um die lokale Bevölkerung vor dem (kriminellen) Verhalten der Migrant_innen zu schützen. Ein weiteres Mal wird nicht Rassismus als Ursache der Maßnahmen benannt, sondern dem Verhalten der Migrant_innen zugeschrieben.
Besonders in Zeiten der Krise verschärft sich die rassistische Frontstellung. Die mittlerweile alltägliche Hetze gegen Griech_innen und ihre angeblich faule und dekadente Art bedient sich unverhohlen kulturell-rassistischer Motive. Dies dient dem Zweck, in der nationalstaatlichen Konkurrenz die eigenen Privilegien und den nationalen Standort zu verteidigen. Solidarität wird zum Fremdwort. Wohlstand soll es nur für eine_n selbst, höchstens noch fürs eigene Kollektiv geben. In der Verteidigung des eigenen Wohlstands und der eigenen Privilegien sind Rassist_innen fast alle Waffen recht. Die Stimmung heizt sich – nicht nur in der FPÖ-Wähler_innenschaft – auf, wenn es um Rettungsschirme und Schuldenerlasse geht. Ebenso kochen die Gemüter, wenn es in den einschlägigen Schundblättern mal wieder um Asylmissbrauch geht. In einem solchen Klima rassistischer Verbalaggression ist es zum rassistischen Übergriff dann nur noch ein kleiner Schritt.
There is no alternative: Grenzenlose Solidarität!
Für eine radikale Linke muss die aktuell verschärfte Krisensituation praktische Konsequenzen haben. Zum einen muss klar sein, dass der hiesige rassistische Mob, der täglich gegen Asylmissbrauch, „faule Südländer_innen“ und „kulturfremde“ Migrant_innen hetzt, auf der anderen jenseits der Feindeslinie steht. Deshalb: „Nein, wir lieben dieses Land und seine Leute nicht!“
Weiters gilt es einer in die Jahre gekommenen Parole wieder Leben einzuhauchen: Solidarität muss praktisch werden – und zwar mit den verschiedenen antirassistischen Kämpfen, die aktuell an verschiedenen Orten mit verschiedenen Mitteln geführt werden. Dazu ist es notwendig , die nach wie vor bestehenden Unterschiede zwischen antifaschistischer und antirassistischer Teilbereichspolitik zu reflektieren und zu überwinden. Der Kampf um globale Bewegungsfreiheit ist genauso Bestandteil emanzipatorischer Politik wie die Kritik an Staat und Kapital. Konsequenterweise muss die antirassistische Betätigung mit der Logik von Nationalstaaten brechen. Denn der Kampf gegen Abschiebungen und die Festung Europa ist im innersten Kern antinational. Die Bemühungen um globale Bewegungsfreiheit machen nämlich nur dann Sinn, wenn sie auf die Abschaffungen von Nationen als bürgerlich-kapitalistische Konstrukte abzielen. Erst mit dem Fokus auf die Abschaffung von Nation und kapitalistischer Standortlogik wird antirassistische Politik zu einem wirklich grenzen- und schrankenlosen Unterfangen. Solange der Nationalstaat und die Nation als Ideologie nicht angegriffen werden, betreibt antirassistische Politik leider nur einen sich permanent wiederholenden Kampf gegen Windmühlen.
In diesem Sinne gilt es eine antinationale und – im wortwörtlichsten Sinne – grenzenlose Solidarität zu praktizieren! Diese Solidarität gilt den verschiedenen Kämpfen gegen rassistische Ausgrenzung, Abschiebungen und für globale Bewegungsfreiheit. Diese Solidarität gilt aber ebenso denjenigen sozialen Kämpfen, die von der kapitalistischen Krise und von dem EU-Spardiktat weit mehr betroffen sind, als die mitteleuropäischen Mitgliedsstaaten.
Gegen den Wiener Akademikerball als Sammelbecken reaktionärer Krisenlösungen.
Hoch die grenzenlose, antinationale Solidarität und für den Kommunismus!
Freitag, 1. Februar 2013 // 18:00 Uhr // Europaplatz, Wien
Infos auf: nowkr.at und umsganze.org
Game over Burschenbundball
In Linz laden am 19. Januar 2013 akademische Burschenschaften, Landsmannschaften und pennale Verbindungen zum Burschenbundball ins „Palais Kaufmännischer Verein“. Dabei handelt es sich um das wohl repräsentativste Haus in ganz Linz, welches sich selbst auch gern als “kleine Hofburg” bezeichnet.
Der Burschenbundball ist nach dem Wiener Korporationsball, seit heuer Wiener Akademikerball (“neuer Name selbe Scheiße”), eine der größten Veranstaltungen der deutsch-völkischen Männerbünde in Österreich. Diese fungieren gleichzeitig als Schnittstelle zwischen organisiertem Neonazismus und dem “legalen” Rechtsextremismus der FPÖ. So sind viele Größen der Neonazisszene auch Burschenschafter, aber auch die FPÖ rekrutiert Nachwuchs aus den burschenschaftlichen Reihen. Wie sich auch gut an der Anzahl der Burschenschafter im Parlament, den Landtagen und Gemeinderäten erkennen lässt. Ihre zahlreichen Verstrickungen in Politik und Wirtschaft und nicht zuletzt die Orte, an denen sie feiern und sich vernetzen können, zeigen, dass es sich bei den Burschenschaften keineswegs um ein Randphänomen handelt.
Trotz aller burschenschaftlicher Legenden stellt der Antisemitismus seit der Gründung der „Urburschenschaft“ 1815 ein konstantes Element dar. Heute äußert sich dieser zwar versteckter, aber deswegen nicht weniger drastisch. Etwa dann, wenn von geheimen Machthaber_innen die Rede ist, die im Hintergrund die Fäden ziehen, oder wenn Menschen andere, angeblich jüdische, Merkmale zugeschrieben werden.
Der überaus größte Teil der deutschnationalen Verbindungen (Burschenschaften) schließt Frauen* grundsätzlich aus ihren Reihen aus und betrachtet diese, gerade auch auf Bällen, nur als schmückendes, auf ihren Körper reduziertes, Beiwerk.
Durch ihr halsstarriges Beharren auf patriarchalen Strukturen stecken sie Frauen* und Männer* immer noch in Schubladen und reproduzieren den Mythos von den natürlichen Unterschieden und (patriachalen) Hierarchien zwischen den Geschlechtern. Abgrenzung und Abwertung von nicht heterosexuell lebenden Menschen und Frauen* gehören zum Standardrepertoire deutschnationaler Verbindungen und dienen der Aufrechterhaltung ihres „heroischen und ehrenhaften“ Männlichkeitsbildes.
Am 19. Jänner wollen wir um 18 Uhr am ARS Electronica Platz (AEC) gemeinsam gegen diese Unzmutbarkeit demonstrieren. Mehr Infos zur Demo findest du unter antifa.servus.at oder über akgb@riseup.net.
Wir verwenden in diesem Text den Stern (*) um das Konstrukt Geschlecht aufzudeken und um allen Geschlechtsidentitäten ihren Raum in unserer Sprache zu geben.
AK gegen das Korporationsunwesen
Konstitutive Merkmale für die Allianzen zwischen Abtreibungsgegnern, Burschenschaftern und Väterrechtlern.
Vortrag von Judith Goetz
Wenngleich Abtreibungsgegner, Burschenschafter und Väterrechtler auf den ersten Blick historisch, ideologisch wie auch in der politischen Agitation wenig Gemeinsamkeiten aufweisen, zeigt sich bei genauerer Betrachtung, dass gerade der in ihren Reihen kultivierte Antifeminismus sowie auch die unterschiedlich ausgeprägte Männerbündelei große Ähnlichkeiten aufweisen. Zudem ist ihre gesellschaftliche Akzeptanz sowie auch ihre (immer noch andauernde) politische Relevanz als Teil eines immer stärker werdenden antifeministischen Backlashs zu sehen, der zunehmend versucht, die feministischen Errungenschaften der letzten Jahrzehnte in Frage zu stellen. Nicht zuletzt zeigen sich diese Allianzen auch immer wieder durch ihre Überschneidungen zu FPÖ und BZÖ, die sich als politisches Sprachrohr für die Interessen der jeweiligen Gruppe einsetzen oder, wie im Falle der deutschnationalen Burschenschafter, einen Großteil ihres Personalreservoirs aus diesen Reihen rekrutieren.
Der Vortrag wird ideologische Gemeinsamkeiten, ausgewählte Beispiele personaler Überschneidungen und Vernetzungen sowie mögliche Protestformen gegen diese Gruppen behandeln.
Judith Goetz ist Literatur- und Politikwissenschafterin und arbeitet zu den Themenbereichen Rechtsextremismus, Gedenkpolitik und Gedenkkultur in Österreich sowie zu feministischen / frauen-politischen Fragestellungen.
Ort: Sub
Termin Mo 14.01.2013
Zeit: 19.30 Uhr
Open for all gender.
Aufruf zur Kundgebung gegen die Lichterkette der fundamentalistischen AbtreibungsgegnerInnen am 8. Dez. 2012
Der Anlass
Für den 8. Dezember 2012 planen die KlerikalfaschistInnen(1) und FeministinnenhasserInnen von Jugend für das Leben, Human Life International (HLI) und Co. ihre traditionelle Lichterkette vor dem Landeskrankenhaus Salzburg. Unter dem Vorwand „abgetriebener Kinder” zu gedenken, versuchen sie, Frauen*, die über ihren eigenen Körper bestimmen wollen, als Mörderinnen abzustempeln. Sie sollen dabei nicht ungestört sein – wir rufen zur Gegenkundgebung auf.
Als Motivationshilfe, sich an einem wahrscheinlich saukalten Dezemberabend auf die Straße zu stellen während auf dem Gehsteig gegenüber rechte Abtreibungsgegner-Innen mit Fackeln wacheln, beten, schlecht Trompete spielen und vielleicht ihren Weihbischof(2) herzeigen, sei euch Folgendes mitgegeben:
Wir bestimmen selbst!
Die Möglichkeit, Schwangerschaftsabbrüche sicher durchführen zu lassen, ist für Frauen* absolut notwendig. Jede Frau muss für sich selbst entscheiden können, ob und wann sie bereit ist Kinder zu bekommen. Die VeranstalterInnen der Lichterkette am 8. Dezember fordern u.a., dass keine Verhütungsmittel benutzt werden. Ohne Verhütung kann die „natürliche“ Fruchtbarkeit einer “durchschnittlichen” Frau so aussehen, dass sie ca. zehn Kinder gebiert, die sie jeweils ca. zwei Jahre lang stillt – da gehen sich keine eigenen Interessen, kein eigenes Leben mehr aus.Wir wollen nicht zurück ins 19. Jahrhundert, und Frauen* sind keine Gebärmaschinen!
Wenn Abtreibungen, wie von den KlerikalfaschistInnen gefordert, unter Strafe stehen, werden sie trotzdem durchgeführt. Und zwar oft – besonders wenn die betroffene Frau nicht viel Geld hat – ohne professionelle medizinische Betreuung, auf nicht sterilen Küchentischen, mit ungeeigneten Instrumenten.
Bevor in Österreich Anfang 1975 die Fristenlösung in Kraft trat – laut der Schwangerschaftsabbrüche bis zur zwölften Woche straffrei sind – gab es in vielen Krankenhäusern ganze Abteilungen mit Frauen*, die wegen „fiebriger Unterleibserkrankungen“ gekommen waren. Diese „Unterleibserkrankungen“ waren die Folge nicht professionell und sauber durchgeführter Schwangerschaftsabbrüche, und viele Frauen* und Mädchen* starben daran. Vorher mussten sie sich aber oft noch mit den Bullen auseinandersetzen, die sie am Krankenbett wegen der verbotenen Abtreibung terrorisierten.
Derzeit ist es in Salzburg so, dass Frauen* in der Gynmed im LKH medizinisch korrekt durchgeführte Abbrüche machen lassen können, die allerdings leider nicht von der Krankenkasse übernommen werden. Ein so durchgeführter Abbruch ist medizinisch ein harmloserer Eingriff als eine Blinddarmoperation. Diese Möglichkeit ist den AbtreibungsgegnerInnen von Jugend für das Leben, HLI, der Christenpartei Österreichs (CPÖ) & Co. ein Dorn im Auge. Sie erwarten von Frauen*, sich als Brutkästen für Patriarchat und “Vaterland” herzugeben, sich aufzuopfern, lächelnd auf ein eigenes Leben zu verzichten und geduldig jeden Scheiß zu ertragen, denn „der Herrgott will es ja so“.
Harmlose Kerzerlschlucker/Innen?
In Salzburg geben sich die selbsternannten “Lebensschützer”als harmlose KerzerlschluckerInnen, die einmal im Monat vor dem LKH „friedlich beten“. Mit Gebeten sind allerdings noch keine Kliniken geschlossen worden. Wohl aber durch andere HLI-Strategien, die Psychoterror gegen Frauen*, die auf dem Weg in eine Klinik sind, Telefone anzapfen und umleiten, Rufmord, Kliniken mit dubiosen Methoden in den Konkurs treiben, Klagen gegen Ärzt_innen, Klinikpersonal und Aktivist_innen umfassen. Fundamentalistische Abtreibungsgegner haben in den USA auch schon Ärzte erschossen. Soviel zum Thema „Lebensschutz“.
Vor einigen Jahren war auf der feministischen Homepage wolfsmutter.at zu lesen: „Die ‚Neue Rechte‘ in den USA hat den Schulterschluss mit Leuten dieses Schlages schon lange vollzogen. HLI-Organisationen werden von Bush unterstützt – und umgekehrt. […] Und plötzlich gehäuft auftretende Abtreibungsverbote in diversen Staaten der USA sind nur die Vorläufer dessen, was auf die Frauen weltweit noch zukommt!“ Im diesjährigen US-Wahlkampf ließen die Republikaner_innen durchblicken, was sie von Frauen*rechten halten – hier sei an Todd Akin erinnert, und an seine These, dass Frauen* bei einer „wirklichen“ Vergewaltigung ja gar nicht schwanger werden könnten, und an Richard Mourdock, der meint, eine Schwangerschaft nach einer Vergewaltigung sei ein Geschenk Gottes. Es brauchen also nur irgendwo die noch größeren Idioten an die Macht kommen, und es sieht schlecht aus mit Schwangerschaftsabbrüchen. In Österreich sind Verbündete von HLI & Co u.a. Bischof Schönborn, Ewald Stadler, HC Strache, Wolfgang Bergmann vom Standard, der ehemalige Präsident des Verfassungsgerichtshofs Karl Korinek, der Salzburger Adelige Georg Mayr-Melnhof sowie diverse ÖVP- Politiker_innen.
Wenn ihr das nächste Mal überlegt, ob ihr am 1. Samstag im Monat(3) früh aufstehen und an der Kundgebung für den freien Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen teilnehmen sollt, dann denkt daran: wenn Jugend für das Leben, HLI und ihre Verbündeten in Kirche, Politik und Wirtschaft keinen Gegenwind bekommen, kann es schnell gehen, und wir Frauen* und Mädchen liegen, wenn wir eine ungewollte Schwangerschaft beenden wollen, wieder blutend am Küchentisch. Die Möglichkeit zur Selbstbestimmung über die Gebärfähigkeit ist die Basis für Kämpfe um Emanzipation in anderen Bereichen!
Interessant ist in dem Zusammenhang auch, dass eine Antifa-Demo meistens viel mehr Leute mobilisieren kann, als eine Aktion gegen die frauen*hassenden KlerikalfaschistInnen. Kämpfe für den Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen werden offenbar häufig als etwas wahr-genommen, das eine_n selbst eh nicht so betrifft, und als nicht so revolutionär wie die letzte Anti-Nazi-Demo. Das ist ein Fehler. Revolutionär ist, wenn um die Selbstbestimmung über das eigenen Leben, Handeln, Denken und den eigenen Körper gekämpft wird. Darum geht es bei Pro Choice. Direkt betroffen ist ca. die Hälfte der Menschheit – indirekt sind es alle.
Widerstand!
Es bleibt nicht viel mehr zu sagen als: kommt zur Kundgebung am 8. Dezember beim Krankenhaus! Zeigen wir den Fundis, dass sie unter Beobachtung stehen, und dass sie mit Widerstand zu rechnen haben. Noch immer haben sie Angst vor der Überfremdung ihres „Volkskörpers“, noch immer haben sie Angst vor Frauen*, die nicht unterworfen und gebrochen sind. Zeigen wir ihnen, dass sie zu Recht Angst haben – dass es Leute gibt, die an einer neuen Gesellschaft von freien Menschen arbeiten, in der ihr unterdrückerisches SpießerInnentum keinen Platz haben wird.
Kein Gott, kein Staat, kein Patriarchat!
Pro-Choice-Kundgebung:
Wo: Landeskrankenhaus/Müllner Seite
Wann: 8. Dezember 2012, 15:45 Uhr
(1) Wir schreiben von “KlerikalfaschistInnen”, und nicht von “Klerikalfaschist_innen”, weil andere Geschlechter als “Mann” und “Frau” in ihrem Weltbild nicht vorkommen und sie keine Unterscheidung zwischen sozialem und biologischem Geschlecht zulassen.
(2) Still not loving Andreas Laun!
(3) Jeden 1. Samstag im Monat, 10-11h, LKH/Müllner Seite: Pro-Choice-Kundgebung.
Für mehr Informationen über HLI, Jugend für das Leben, deren Verbündete, und Widerstand gegen die fundamentalistischen AbtreibungsgegnerInnen:
http://infoladensalzburg.files.wordpress.com/2012/06/reader_1000_2012.pdf
http://die-abtreibung.at.tf
An alle die sich vielleicht vor kurzem einen neuen Laptop gekauft haben: Bitte schenkt uns euren Alten. 
Wir freuen uns über Spenden. Einfach per Mail (subsalzburg@riseup.net) einen Termin ausmachen und wir holen ihn ab beziehungsweise könnt ihr ihn auch ganz unbürokratisch zu Öffnungszeiten vorbei bringen.
Wann: Mittwoch, 3. Oktober um 19 Uhr
Wo: Infoladen Salzburg, Lasserstraße 26.
Seit Mitte der 1990er ist CrimethInc. eines der produktivsten und ambitioniersten anarchistischen Projekte in Nordamerika. Mitwirkende sind für unzählige Touren und Aktionen kreuz und quer über den Kontinent gereist. Sie produzierten Bücher, Zeitungen und weitere Literatur (inklusive 650.000 Exemplare des Grundlagenwerkes „Fighting for our Lives“) und berichteten von den Fronten der Gipfelproteste, Riots, Anti-Repressions-Kampagnen und von anderen abenteuerlichen Experimenten. Ständig umstritten, hat sich CrimethInc. den Zorn der traditionellen Linken und der Behörden verdient während sie die breite Öffentlichkeit stets herausgefordert haben.In diesem Vortrag werden langjährige Mitwirkende diese Erfahrungen reflektieren, Material aus den verschiedenen Phasen der CrimethInc. Aktivitäten präsentieren und diskutieren wie sich der Kontext in den USA verschoben hat. Dabei wird versucht darzustellen warum US-Anarchist_innen eine Entwicklung von der subkulturellen Rebellion hin zu einem generellen Aufstand durchzogen haben – um schließlich Hypothesen aufzustellen, was die Zukunft bringen kann.
Wir freuen uns auf eine reges Gespräch mit euch.(Der Vortrag wird auf englisch gehalten, ein Mensch von der bm-crew (Herausgeber_innen des Buches „Message in a Bottle. CrimethInc. Communqiués 1996-2011) wird dabei sein und bei Bedarf sich mit Menschen, die wenig englisch verstehen, an den Rand setzen und „tuschelnd“ Verständnishilfe geben)
Siehe auch: crimethinc.blogsport.de
Die Frauen*SommerUni – dieses Jahr in Wien!
19. bis 22. September 2012
Queer-feministisches Wochenende in St.Pölten
13. bis 16. September 2012
Antisexistische Praxen: Konferenz und Workshops in Berlin
14. bis 16. September 2012
Aufruf zur Pro-Choice Demonstration am 25. Juli 2012 in Salzburg
Sie wollen es einfach nicht verstehen. Obwohl den fundamentalistischen Abtreibungsgeg-nerInnen um Human Life International (HLI), Euro Pro Life, Jugend für das Leben & Co. letzten Sommer unmissverständlich klar gemacht wurde, dass sie und ihre frauenfeindliche Prozession in Salzburg nicht willkommen sind, planen sie für den 25. Juli 2012 wieder einen sogenannten 1000-Kreuze-Marsch durch die Innenstadt.
Bei diesem “Gebetszug für das Leben” wollen die AbtreibungsgegnerInnen mit weißen Holzkreuzen ausgerüstet für ihre frauenfeindliche Agenda werben. Letztes Jahr konnte der Marsch dank des beherzten Einschreitens emanzipatorischer Aktivist_innen mittels Blockaden erfolgreich gestört und abgekürzt werden. Die Schlusszeremonie der FundamentalistInnen musste praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.
Erfreulich ist auch, dass das “Lebenszentrum”, der Sitz von HLI Salzburg, umgezogen ist. Das ehemalige Lokal mit seiner riesigen Fensterfront steht leer, und das neue Lebenszentrum ist mit seinem kleinen, meist durch einen Vorhang verhängten Fenster auf den ersten Blick nicht mehr als solches zu erkennen. An dieser Stelle möchten wir eine Aussage aus unserem letztjährigen Aufruf korrigieren: die Versicherung von HLI zahlt offenbar doch nicht bei Glasbruch. Mit dem alten Hauptquartier der religiösen AntifeministInnen sind die riesigen Embryobilder aus dem Stadtbild verschwunden.
Frauen*, nicht Brutkästen!
Der Embryo spielt in der Argumentation der Anti-Selbstbestimmungs-Organisationen eine zentrale Rolle. Dazu muss gesagt werden, dass ein Embryo in der 12. Schwangerschaftswoche, bis zu der Schwangerschaftsabbrüche in Österreich straffrei sind, noch kein zentrales Nervensystem hat, und es sich genau genommen erst um einen Zellhaufen handelt. Trotzdem genießt der Embryo laut HLI und Co. Rechte als “Mensch”, die die Rechte der werdenden Mütter nicht vergrößern, sondern einschränken oder sogar aufheben. Frauen* werden von AbtreibungsgegnerInnen als bloße Versorgunggssysteme für den Fötus begriffen. Frauen*, die über einen Schwangerschaftsabbruch nachdenken oder sich dazu entschließen,sind für sie nicht mehr als Menschen mit Bedürfnissen und Rechten denkbar, sondern als “feindliche Umwelt” für den Embryo.
Dementsprechend lassen die Abtreibungsgegner-Innen keinen einzigen der Gründe gelten, aus denen sich Frauen* für einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden können. Egal ob sich eine Frau* zu jung für ein Kind fühlt oder zu alt, ob es einfach nicht in ihre Lebensplanung passt oder ihr Partner gewalttätig ist, ob sie die Schule erst fertig machen möchte oder ihr weniges Geld für ihr eigenes Überleben braucht, egal ob sie vergewaltigt wurde – alle Einwände werden abgeschmettert. Nur die vermeintliche Pflicht zum Mutter-Sein zählt.
In ihrem frauenverachtenden Starrsinn versteigt sich HLI zu haarsträubenden Aussagen. So werden z.B. Schwangerschaftsabbrüche mit Vergewaltigung gleichgesetzt:
“eine Abtreibung, wie auch eine Vergewaltigung, [stellen] einen groben Gewaltakt dar[...], der an einem völlig schuldlosen Opfer begangen wird. Im Fall der Abtreibung wärest DU die Täterin.”
HLI empfiehlt, die Schwangerschaft auszutragen und dem Vergewaltiger zu “vergeben”, denn “nur Vergebung allein wird den Hass zum Schmelzen bringen.” Gnädigerweise erlaubt der Salzburger Weihbischof Andreas Laun in einem widerlichen Aufsatz über “natürliche Empfängnisregelung” folgende Vorgehensweise:
“Besteht die akute Gefahr einer Vergewaltigung, dürfen sich Frauen gegen eine mögliche Schwängerung durch ein Verhütungsmittel (das wirklich nur verhütet, nicht abtreibt) schützen”
Wie darf eine_r sich denn das vorstellen?! Zu den “abtreibenden Verhütungsmitteln” zählt Laun übrigens die Pille und die Spirale. Vor diesen “hochwirksamen Präparaten” müssten Frauen* angeblich geschützt werden, und zwar von keinem geringeren als ihm, dem Weihbischof from hell.
“Der Volkstod im Mutterleib”
Bis ins Schlafzimmer hinein wollen sich die rechten Pfaffen in das Leben anderer Leute einmischen. Verhütungsmittel sind tabu, ebenso unehelicher Sex, sowie Formen der Sexualität, bei denen keine Ejakulation in die Vagina stattfindet. Und Sex von Lesben oder Schwulen ist sowieso Teufelswerk. Die sogenannte “natürliche Empfängnisregelung”, bei der die Frau* ihre Temperatur messen soll um ihre fruchtbaren Tage zu ermitteln, während derer dann “heroischer Verzicht” geübt werden darf, ist selbstverständlich völlig unsicher und schützt nicht vor der Übertragung von Geschlechtskrankheiten und AIDS. Trotzdem meint Laun, “für Menschen in der Dritten Welt ist diese Methode bestens geeignet.” Denn selbst die “unterentwickelten” Afrikaner_innen würden dieses einfache Rezept verstehen: ‘ob Acker oder Vagina, feucht heißt fruchtbar und trocken heißt unfruchtbar.’ Hier wird das herablassende, rassistische und chauvinistische Menschenbild vieler fundamentalistischer AbtreibungsgegnerInnen sehr deutlich.
Die Bedürfnisse des Individuums zählen nicht. Schwangerschaft wird als ‘Dienst am Volk’ verstanden, welches Frauen* durch laufendes Gebären zu erhalten hätten. Die Augsburger Anti-Choice-Organisation AlfA schreibt in lupenreiner nazistischer Volkstod-Rhetorik: “Das Volk stirbt nicht auf der Straße, sondern im Mutterleib.” Kein Wunder, dass sich Nazis unter den fundamentalistischen AbtreibungsgegnerInnen wohlfühlen und, wie in München und Münster, auch gerne an 1000-Kreuze-Märschen teilnehmen. Eine Distanzierung durch die VeranstalterInnen erfolgt in der Regel nicht.
Wo nazistische Inhalte vertreten werden, ist die FPÖ meist nicht weit. HLI zeigt auf ihrer Homepage seit Jahren ein Video, in dem HC Strache davon schwafelt, dass Abtreibungen etwas ganz Schlechtes seien, und dass Frauen* ihre Bedürfnisse einer “erfolgreiche[n] Zukunft mit einer kinderreichen Gesellschaft” unterzuordnen hätten. Mit dieser “kinderreichen Gesellschaft” sind dann wohl nicht die MigrantInnen gemeint, deren angeblicher Kinderreichtum der FPÖ schon immer ein Dorn im Auge war und sie von “Überfremdung” phantasieren lässt.
Bevölkerungspolitik
Eine vollständige Kriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen, wie sie die OrganisatorInnen des 1000-Kreuze-Marsches fordern, ist also ganz klar auch als Mittel der Bevölkerungspolitik gemeint. Bevölkerungspolitik funktioniert durch Berechnungen über die ideale Bevölkerungszahl und -struktur in einem Staat und über Maßnahmen, die eine entsprechende Entwicklung erzwingen sollen.
Sie basiert auf der Vorstellung, eine ‘Bevölkerung’ müsse wie ein einziger (“Volks-”)Körper Regeln unterworfen und gesteuert werden. Hier sollen v.a. Frauen* der “Mehrheitsgesellschaft” ganz offensichtlich als Brutkästen zur Vermehrung einer weißen, christlichen Bevölkerung herhalten, während Migrantinnen, Women of Colour und Roma-Frauen lieber nicht zu viele Kinder haben sollen. Es gibt Berichte, dass in der Slowakei Romnija zwangssterilisiert werden.
Viele Feministinnen kritisieren das Konzept der Bevölkerungspolitik scharf. Zu Recht. Denn der bürgerliche Staat (und Möchtegern-LenkerInnen eines faschistischen oder eines Gottes-Staates) versuchen nach wie vor, auf Frauen*körper zuzugreifen. Dagegen muss noch immer der Kampf um die Selbstbestimmung über den eigenen Körper und das eigene Leben geführt werden. Und weil eben viele Menschen, die als Frauen* leben, gebärfähig sind, ist an diesem Punkt ein Kampf als politisches Subjekt Frau* sinnvoll und notwendig.
Die beschriebenen Zumutungen sind nicht nur ein Problem sektenhafter Häufchen von fundamentalistischen Spinnern. Leider ziehen sich derartige reaktionäre Vorstellungen durch die gesamte Gesellschaft. Ein selbstbestimmter Umgang mit der eigenen Gebärfähigkeit wird richtigerweise als Gefahr für das bestehende Schweinesystem erkannt und soll Frauen* deshalb durch verschiedene Mittel schwer gemacht werden: Durch das Ideal der bürgerlichen Kleinfamilie als Keimzelle des Staates, durch das Verhindern einer gerechten Arbeitsteilung in der Reproduktionsarbeit (auf Kinder aufpassen, kochen, waschen, putzen,…), durch niedrigere Frauen*gehälter und -löhne. Also durch das Propagieren einschränkender Geschlechterrollen, und indem behauptet wird, diese gesellschaftlichen Ausbeutungs- und Gewaltverhältnisse seien etwas ganz Natürliches.
Widerstand
Dem müssen wir unseren Widerstand entgegensetzen. Das heißt: Frauen* und solidarische Männer* müssen aktiv werden, um reaktionäre Ideen aus den Köpfen der Leute wegzukriegen. Aufklärung und Aktivismus (Komm zur Demo!) gehen dabei idealerweise Hand in Hand.
Wichtige Schritte wären die Streichung von Schwangerschaftsabbrüchen aus dem Strafgesetzbuch, Abbruch auf Krankenschein, und kostenlose Verhütungsmittel für alle. Allerdings: damit wirklich Schluss ist mit Bevormundung und Ausbeutung kämpfen wir konsequenterweise für eine emanzipatorische, befreite Gesellschaft.
Nieder mit dem sexistischen Normalzustand und dem Kapitalismus, für die Anarchie!
Den 1000-Kreuze-Marsch zum Desaster machen!
Apropos Geschlechterrollen: wir finden, dass diese auch bei Demos und Aktionen aktiv hinterfragt werden müssen. Warum sollen ausgerechnet bei Frauen*themen neben “bunten, kreativen” Protesten nicht auch militante Aktionsformen möglich sein? Warum nur kreativ begleiten, wenn wir auch verhindern können?
25.Juli.2012, 13:30 Uhr, Hauptbahnhof Salzburg
Ob in bunt oder in Alltagskleidung: komm zur Demo, bring deine Schwestern, Freund_innen, Arbeitskolleg_innen und andere Kompliz_innen mit!